Wer mit der Strassenbahn am Rhein entlang in Richtung Königswinter fährt, kann kurz vor der Haltestelle Clemens-August-Str. solche Schmierereien an den Mauern von Gebäuden in der Rheinallee bewundern. Bis zur Beseitigung der „Gemälde“ kann es manchmal Monate dauern, so daß man als Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel tagtäglich einen Einblick in solche Formen hochintelligenter Kommunikation bekommt. Wie es um die Intelligenz der Schmierer selbst allerdings bestellt ist, darüber kann man nur Vermutungen anstellen…
Es ist schon ein paar Monate her, aber das Thema, das Markus Schär im April 2018 in einem Artikel der Neuen Zürcher Zeitung mit der Überschrift „Verbotene Erkenntnis“ ([1]) ansprach, wird wohl auch über die nächsten 100 Jahre aktuell bleiben. Es ist die Erkenntnis, daß es eine genetische Grundlage für die Intelligenz gibt – mit anderen Worten, daß Intelligenz vererbbar ist.
Daß eine solche Behauptung in den USA einen Intellektuellen-Streit über Erbgut und Rassen auslöst, wie es Markus Schär in seinem Artikel für die NZZ ausdrückt, ist allerdings nicht verwunderlich. Denn auch in den USA gibt es immer noch jede Menge solcher „Wissenschaftler“ (Juristen, Genderforscherinnen, Soziologen etc. ), die so denken wie etwa der Sozialphilosoph (und Begründer des Sozialismus und des politischen Anarchismus) William Goldwin (1756 – 1835), von dem folgender Satz stammt:

„Kinder sind eine Art Rohstoff, der uns anvertraut wird, und ihr Geist ist wie ein unbeschriebenes Blatt Papier“.

Steven Pinker zitiert in seinem Buch [6]Das unbeschriebene Blatt“ direkt nach diesem Satz einen Ausspruch Mao Tse Tungs, der in dieselbe Richtung geht:

Die schönsten Gedichte werden auf ein leeres Blatt geschrieben.

Ja, so ist das eben: am besten schreibt man auf ein leeres, weißes Blatt Papier (oder auf eine weiße Mauer in Königswinter), da kann man seinen Vorstellungen so richtig freien Lauf lassen. Genau wie jene 67 Dozierende, von Rechtsprofessoren bis zu Genderforscherinnen, die den führenden Genetiker David Reich über den richtigen Gebrauch der Genetik aufklärten: «How not to Talk about Race and Genetics».
Tja, bis hierher und nicht weiter! Das wollten sie wohl sagen, die Kollegen Rechtsprofessoren/Genderforscherinnen, ansonsten erteilen wir ein Sprechverbot. Doch so weit sind wir glücklicherweise noch nicht, denn noch können wir David Reichs Aussagen in der internationalen Buchwelt und im Internet vernehmen.
Daher zitiere ich hier noch einmal einige Aussagen aus seinen Büchern, die seinen Gegnern eher wie „biologistische“ Aussagen vorkommen könnten:
Warum zum Beispiel findet sich in allen Finalisten des 100-Meter-Laufs an den Olympischen Spielen seit 1980 das Erbgut aus Westafrika? In den letzten Jahren haben Studien gezeigt, dass es zwischen Populationen genetische Unterschiede gibt, die nicht nur die Hautfarbe bestimmen, sondern auch die Körpergrösse, die Krankheitsanfälligkeit oder eben die Fähigkeit, schnell zu laufen.

Ich mache mir Sorgen, dass wohlmeinende Leute, die die Möglichkeit von biologischen Unterschieden zwischen Populationen bestreiten, sich in einer Position eingraben, die sich gegen den Ansturm der Wissenschaft nicht verteidigen lässt.


So ist seit langem bekannt, dass zum Beispiel Afroamerikaner häufiger an Prostatakrebs erkranken als Weiße, dass Multiple Sklerose unter Weißen verbreiteter ist als unter Schwarzen und Latinos, und dass mehr jüdische als nichtjüdische Kinder mit dem Tay‐Sachs‐Syndrom, einer schweren Erbkrankheit, geboren werden.

Weitere Anmerkungen und Links

[1] NZZ: Der Genetiker David Reich löst in den USA einen Intellektuellen-Streit über Erbgut und Rassen aus
[2] Jüdische Allgemeine: Über Rasse reden
[3] Deutschlandfunk: Debatte in den USA
[4] epochtimes: Gentechniker David Reich entzündet Streit über Rassen und Erbgut in den USA
[5] Wikipedia über David Reich
[6] Steven Pinker: Das unbeschriebene Blatt